Achtsamkeit lässt sich erlernen und kultivieren wie unser kognitives logisches Denken. Während wir in unserer Kultur von klein auf lernen Gedanken zu fassen und Transfers zu leisten, so ist in unserer Kultur der Seins-Modus nicht kultiviert. Zukunftsforscher sehen gerade in der Entwicklung dieser Meta-Kompetenz einen wichtigen Gegenpol zur allgegenwärtigen „Erregungskultur“.

Stetig auf der Suche nach dem nächsten Hype, in der zunehmend polarisiert wird. Es ist auch eine Gegenbewegung zu den ständig erreichbaren, ständig über Social Media und Smartphone kommunizierenden Menschen, die in der Fachliteratur den Namen Head-Down-Generation tragen. Während Menschen immer mehr äußeren Reizen unterliegen und trotz des hohen Angebots eine immer größere Unzufriedenheit spüren mögen, ist es umso erforderlicher, dass Sie spüren und wissen, wer sie eigentlich selbst sind. Dass Sie in der Lage sind, eine Kompetenz zu entwickeln, in der Fühlen, Denken und Handeln in Einklang sind. Dies fördert nicht nur die Gesundheit und Zufriedenheit, sondern aktiviert gleichzeitig auch inhärente Schutzfaktoren. In unserer turbulenten Welt (von klein auf zu lernen), wer wir eigentlich sind und für welche Werte und Bedürfnisse wir stehen, scheint eine zunehmend wichtige Ressource in ganz verschieden Kontexten in der Gesellschaft zu werden.