Die Kompetenz der „Stehaufmenschen“ – Kraftvoll durch die Krise

Die Wissenschaft forscht seit den letzten 2 Jahrzehnten, woran es liegt, dass bestimmte Menschen besser mit Krisen, Niederlagen oder Misserfolgen umgehen können als andere.
Dies war erstmalig der Moment, als nicht von der Vermeidung krankmachender Aspekte (Patholgien), sondern von gesundheitsförderlichen Merkmalen gesprochen wurde. (Positive Psychologie).

Es wurden auf Grund von Forschungen verschiedene Resilienzansätze entwickelt, die wiederum bestimmte Phasen in ihrer Entwicklung durchlaufen haben. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Weil bestimmte Menschen über die Fähigkeit verfügen, in schwierigen Situationen ihre seelische Widerstandskraft zu aktivieren – sie sind besonders resilient.

Resilienzfaktoren sind genetische Veranlagungen aber auch teils erlernbar. So lässt sich die Plastizität des Gehirns durch die Schulung unserer Aufmerksamkeit auf positive Aspekte im Leben positiv verändern.

Als Resilienz bezeichnet man die allgemeine Fähigkeit, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen (z.B. traumatische Erfahrungen, Misserfolge, Unglücke) sowie negativen Folgen von Stress umzugehen und sich trotzdem (oder gerade wegen der positiven Überwindung) positiv zu entwickeln.

Gerade in Zeiten von hohem Leistungs- und Erfolgsniveau steht man häufig unter Druck und ist vielen Belastungsproben ausgesetzt, z.B. Führen von schwierigen Verhandlungen, Erleben von Ungerechtigkeiten, Mobbing, Ausgrenzung…die Liste ist unendlich lang und im Personalmanagement als psychosoziale Risiken im Arbeitskontext bekannt. Die Auswirkungen dieser Belastungen erleben Menschen ganz individuell. Doch am Ende geht es immer um die eine Frage:

Zerbricht der Mensch an den Erlebnissen oder richtet er sich auf und wächst an der Überwindung dieses Geschehens.

Den Menschen stellt sich dann oft auch die Beantwortung des eigentlichen Sinns des eigenen Daseins.
Dieser Prozess sollte begleitet werden, da sich hier die Weichen neu stellen.

Gefestigte Denk- und Handelsweisen und der bisherige Lebensentwurf werden erneut unter die Lupe genommen.

In meinen Resilienz-Interventionen (wie Training, Workshop, Coaching) geht es darum, die Themen des Bewusstseinstrainings der Achtsamkeit um resilienzspezifische Themen zu erweitern. Sie ergänzen sich gegenseitig.

Während Resilienzinterventionen die Kognition schult, geht die Achtsamkeit dabei in der Veränderung tiefer, da sie zusätzlich körperzentrierte Verfahren zur Schulung des Bewusstseins einsetzt.

Es gibt auch Diskussionen und Ansätze, die die Achtsamkeit als die Anwendungsstrategie zur Erarbeitung der Resilienz sehen und bei der Ausbildung von Achtsamkeit daher als „Meta-Kompetenz“ der Zukunft sprechen. Denn jeder Mensch durchläuft in seinem Leben Krisen.

Aber was ist denn eigentlich jetzt genau Resilienz?

>> Kennen Sie schon „My Golden Pages„?

Können wir es im Unternehmen als Training in der Gruppe oder als Mitarbeiter oder Privatperson im Rahmen eines professionellen Coachings individuell lernen?
Und wo ist die Abgrenzung zwischen Therapie (im medizinisch- gesundheitlichen Spektrum) und im Coaching (betrieblich-wirtschaftlichen Kontext)?

 

>> Resilienz und Wohlbefinden am Arbeitsplatz